Alles über spanische Schinken

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Marion Trutter

Was bedeutet eigentlich Serrano-Schinken?

Serrano-Schinken („Jamón serrano“) bedeutet wörtlich Bergschinken: Er stammt von weißen Schweinerassen und reift in kühlen, trockenen Höhenlagen (oft über 800 m) langsam in der Bergluft. Ergebnis ist ein magerer, mild-nussiger Schinken – ideal dünn geschnitten und leicht temperiert.

Was ist eigentlich die Dehesa?

Die Dehesa ist die typische Weidelandschaft im Südwesten Spaniens: ein sehr lichter Kork- und Steineichenbestand mit Wiesen und Kräutern, in dem Ibérico-Schweine frei grasen. Die Eicheln (bellotas) und Wildkräuter prägen später das nussig-milde Aroma von Jamón Ibérico de bellota.

Was das Schwein gefressen hat, können Sie schmecken

Ibérico de Bellota schmeckt so besonders, weil die Eichel- und Kräuterfütterung den Anteil bestimmter natürlicher Aromastoffe erhöht und das Fett (viel Ölsäure) eine feine, feste Struktur bekommt. So entstehen das typisch mild-nussige Aroma, lange Reife-Noten und die charakteristische Marmorierung.

Pata-Negra- und Serrano-Schinken: Was sind denn das für Pünktchen?

Die weißen Pünktchen in Pata-Negra- oder Serrano-Schinken sind meist Tyrosin-Kristalle: ein natürlicher Effekt langer, langsamer Reifung. Kein Schimmel, kein Mangel – sondern ein typisches Qualitätsmerkmal besonders gut gereifter luftgetrockneter Schinken.

Wer ist glücklicher – das schwarze oder das weiße Schwein?

Pata Negra (Ibérico) vs. Serrano: Der Unterschied liegt vor allem in Rasse, Haltung und Fütterung – Ibérico-Schweine (schwarze Pfoten) oft in der Dehesa mit Eicheln, Serrano von weißen Rassen meist getreidegefüttert. Ergebnis: anderer Geschmack, andere Reifezeit, anderer Preis.